Kaffee rösten kann jeder...
...habe ich mir gedacht

Das stimmt auch. Ob man das Ergebnis dann jedoch trinken kann, steht auf einem anderen Blatt.

Die ultimative, vollautomatische Kaffeeröstmaschine für den Hausgebrauch, habe ich mich belehren lassen, die gibt es (noch) nicht.

Also, Pfanne auf den Herd. Schmeiss rein die Bohnen und fang an zu rühren.

Ich rühre und rühre, und rühre und rühre. Wie lang muss ich denn rühren? Mir fällt beinahe der Arm ab! Muss mal austreten. Nicht lange. Komme zurück und rühre weiter. Scheibenkleister, die Bohnen sind einseitig angekohlt! Es riecht verbrannt. Schmeiss weg!

Vor dem zweiten Versuch mache ich mich schlau. Ob man nur eine Handvoll oder ein paar Kilo Kaffeebohnen röstet, der Prozess dauert immer etwa gleich lang. Rund 12 bis 20 Minuten. Das scheint auf den ersten Blick nicht lang zu sein, aber rühren Sie mal 15 Minuten! Das ist Schwerstarbeit!

Auch die zweite Röstung landet auf dem Kompost. Ich geb nicht auf und siehe da, die Ergebnisse werden von Mal zu Mal besser, vor allem optisch. Der Trinkgenuss hält sich jedoch noch in Grenzen.

Dies hat vor allem mit dem Rühren zu tun. 12 bis 20 Minuten gleichmässig eine Holzkelle in einem Topf kreisen lassen ist schier unmöglich. Das kann es ja nicht sein. So kann es nicht weiter gehen.